Kulturelle Beiträge der
Bürgerinitiative U-Boot freie Innenstadt Eckernförde

 

Inhalt Kulturbeiträge: Die Schildbürger und die neue Zeit (Jörg Lütjohann)
 Die U-Boot-Hymne (Semjon Feuerstack)
 Zenterwasser-Tötologie-Untrum (Semjon Feuerstack)
 Möglicher Schritt in die richtige Richtung (Jonathan S. Weiszbrodt)
 Der Schatten (Jörg Lütjohann)
 Krasses U-Boot (Semjon Feuerstack)
 Im U-Boot-Rausch (Dr. Heinrich Mehl)
 Ein Sofa ohne Stacheldraht (Jörg Lütjohann)
  
 Seite 1  Seite 2   Seite 3

Im U-Boot-Rausch
Dr. Heinrich Mehl


Zu Hindenburg ein Männer-Bund
Sitzt im Zigarrendampf und denkt.
Der Kabinett schmeckt weich und rund,
Die Spätlese das Denken lenkt.

Beim letzten schweren Beaujolais
Taucht auf ein U-Boot, grau und groß
Und manövriert sich massig, jäh
In Hirn und Herz und Darm und Schoß.

„Das ist es!“ schallt der Elferrat
Torpedoschwer und seerohrblind:
„Ein U-Boot für die Fördestadt,
Für Bürger, die für Wohlstand sind!“


Am Morgen fahndet man nach Geld
Und setzt den U-Boot-Standort fest.
Die HDW die hardware stellt,
Die CDU beschließt den Rest.

Da bricht sie los, de Mockratie,
Mit Leserbrief und Spottgedicht.
Fußgängerzonen sagen „N i e !“
Und Bürger rufen „Mit u n s nicht!“

Es fällt der Standort Badestrand,
Es fällt der Standort Gaethjestraß`.
Das U-Boot schlittert an den Rand
Und nimmt am fernen Südstrand Maß.


Dort sammelt sich in trüber Nacht,
Das dezimierte U-Boot-Heer
Zum letzten Streit, zur letzten Schlacht
An Eckernfördes Friedensmeer.


 

Möglicher Schritt in die richtige Richtung


Jonathan S. Weiszbrodt

OMD
Vaduz / Liechtenstein
j.s.weiszbrodt@gmx.net



Wir haben gehört, daß das Ostseebad Eckernförde seine Attraktivität mittels Aufstellung eines Unterseebootes an trockener Stelle erhöhen möchte. Das Ziel dieser Aufstellung soll sein, potentiellen Interessenten die Einsicht in eine Technologie zu ermöglichen, die es dem solche Boote betreibenden Staat, dem unseren, ermöglicht, Schiffe zu versenken. Wir meinen, daß es sich lohnt, Derartiges zu dokumentieren an geeignetem Ort.

Viele Menschen sind dadurch und darin gestorben.

An sie denken wir an dieser Stelle.

Wie würden diese Menschen jetzt ein „Unterwasser-Technologie-Museum" gestalten? Würden sie nicht , dem Befehlsterror ausgesetzt, den Beschußterror ausgeübt habend, auf ein angemessenes Mahnmal drängen?

Wir möchten daher, unsere gestalterische Kompetenz nutzend, indem wir bezüglich des geplanten Unterwassertechnologiezentrums in Eckernförde keine Mühen scheuen, einen allen gerecht werdenden Vorschlag zur Umsetzung dieses so wichtigen Projektes machen.

An der permanent nachzulesenden und wechselnden Beschreibung der möglichen Standorte meinen wir zu erkennen, daß es den Betreibern des UTZ- Projektes primär um zwei Dinge geht:

Das exponierte Gerät muß einen möglichst untypischen Standort erhalten (Strand/Gaethjestr.).

Die Realisierung des Projektes muß möglichst teuer sein.(Vorher von HDW militärisch abgerüstet, müßte es als begehbares Schauobjekt aufwendig museal aufgerüstet werden)

Wir schlagen daher vor, die Schenkung des U-Bootes nutzend, ein internationales Mahnmal gegen den Terror zu schaffen

Das U-Boot würde also nicht, wie seiner Technologie gemäß, unter Wasser positioniert, sondern mahnend an den 11.09.2001 in ca. 20 m Höhe in den Speicher der Getreide AG eingearbeitet, der im Größenverhältnis von Eckernförde zur Stadt New York an das World Trade Center in New York erinnert. Eine gleichzeitige Nutzung als Museum wäre nicht ausgeschlossen. Erste Schritte, New York als Partnerstadt zu gewinnen, könnte man erfolgversprechend einleiten.

Gleichzeitig sollte an die Gründung eines Überwasser-Technologie-Zentrums gedacht werden.

Hier würden sich Beispiele aus der Luftfahrt anbieten. Seinerzeit machte hier der F 104 oder auch als Starfighter bekannte „Düsenjäger" berüchtigte Geschichte. So ein Flugzeug, tief in den Hafen gerammt, würde den Rahmen der Technologie-Demonstration ungemein erweitern.

Um die sogenannten Bodenstreitkräfte nicht auszusparen, wäre ein Leopard-Panzer auf der entsprechend zusammenbrechenden Holzbrücke im Hafen attraktiv.

Das gesamte so geschaffene Ensemble hätte einen Reiz, dem sich kaum jemand entziehen könnte, es sei denn, er ist ein Militarist.

Touristen, die regelmäßig nach Eckernförde kommen, wie ich, warten geradezu auf solche Attraktionen; diese erhielte ihren Reiz durch die abgestimmte Mischung von Performance, Information und Deformation.



Illustration (C) Karl Eduard Götz


StartseiteEckernförde: wunderbar ohneU-Boot
 
 
 
Kulturelle Beiträge Seite2 Seite3
 
 
.
Initiative der Kulturschaffenden
 
 
 

Impressum gemäß Teledienstegesetz (TDG) § 6
Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

BI Eckernförde
Markus Feuerstack
Reeperbahn 20
04351 - 72 63 47
nospam@bwveck.de